Dienstag, 7. Juli 2015

SnapPAP Anleitung

Als ich vor ein Paar Wochen das SnapPap zum Testen bekam, hatte ich die Idee, diesmal nicht "nur" ein Beispiel zu machen, sondern das total interessante Material eher gründlich technisch zu testen.

Das SnapPap  bietet so viele Möglichkeiten, dass ich ausprobieren wollte, was wie geht und wie das Material darauf reagiert.

So bekommt ihr nun hier eine ausführliche Anleitung zum Waschen, Trocknen, Bügeln, Bedrucken, Besticken, Vernähen, Beplotten und ein paar nützliche andere Tips dazu.




MATERIAL:
SnapPap hat einen Kunststoffkern, der es so belastbar macht.
Die Oberschicht besteht aus einer Papierschicht, die aber besondere Eigenschaften hat. Dadurch ist es sehr, sehr stabil.

Das Material hat mich zunächst erinnert an die Schilder, die ihr machmal geprägt und bedruckt hinten an den Jeanshosen findet, die waren früher aus Leder, heute aus einen Material, das sich anfühlt und aussieht wie unser SnapPap, allerdings ist das SnapPap deutlich dicker (ca. 2mm)

SnapPap fühl sich ungewaschen an wie ein sehr dicker Fotokarton, nach dem Waschen hat es eine lederartige Oberfläche.


WASCHEN:
Du kannst SnapPap in gemischten Farben in der Waschmaschine mit normalem Pulverwaschmittel bei bis zu 60 Grad waschen. Es färbt NICHT aus, ich habe weiß und schwarz zusammen bei 60 Grad gewaschen zum Testen. Auch das geht.

Möchtest Du, dass es wenig knittert beim Waschen, kannst Du es in die Trommel rollen, wenn Du kleinere Stücke geschnitten hast, ansonsten empfehle ich eine niedrigere Schleudergeschwindigkeit. Das SnapPap schrumpft minimal beim Waschen, wird aber insgesamt um einiges weicher und lederartiger. Möchtest Du den Papiercharakter erhalten, solltest du es nicht waschen oder nur unter fließendem Wasser reinigen, falls es mal verschmutzt ist.




WÄSCHTROCKNER:
Du kannst bedenkenlos den Wäschetrockner benutzen, das Material läßt hier keine Fasern und verträgt auch hohe Temperaturen, knittert dadurch aber natürlich mehr, bildet aber keine Knötchen.

BÜGELN:
Es kann ganz heiß und mit Dampf gebügelt werden.So bekommst Du auch schärfere Knicke wieder heraus.
Ganz glatt wird es einfacher, wenn du es feucht bügelst... so wie es aus der Waschmaschine kommt.
Aber auch später oder nach dem Wäschetrockner bekommt man es mit heißem Eisen und Dampf wieder schön glatt. Dies gilt auch für ungewaschenes SnapPap, das Knicke hat.

AUFBEWAHRUNG:
Schön glatt bleibt das Material, wenn du es gerollt aufbewahrst oder eben flach lagerst.Falten kann man nicht empfehlen, die Knicke davon bleiben, und müssten dann vor der Verarbeitung wieder ausgebügelt werden.



FALTEN UND KNICKEN:
Die kannst SnapPap ganz prima knicken und Falten, das Material leidet darunter dank dem festen Kern nicht und reißt auch nicht in der Oberfläche. Die Oberfläche ist abriebfest und bildet keine Fussel oder Knötchen.

SCHNEIDEN:
Das Material kann mit gängigen Schneidewerkzeugen wie Scheren, Rollschneider etc. verarbeitet werden.
Auch ganz feine Schnitte sind möglich, das Material franst überhaupt nicht aus und kann sogar in ganz dünnen Streifen noch sehr belastet werden.
Wir haben ganz dünne Streifen geschnitten (unter 5 mm), sie sind absolut stabil, durch Ziehen nicht zum reissen zu bringen. Also für Gurtbänder, Taschen, Schmuckverarbeitung usw. hervorragend geeignet, da weniger elastisch als Leder und absolut reissfest.
Dafür aber bitte NICHT die gute Stoffschere verwenden, der Papieranteil macht diese stumpf!

PLOTTEN:
Man kann SnapPap auch im Schneideplotter verarbeiten, das habe ich nicht getestet. Richtwerte für Plottereinstellungen sind nach Erfahrungsberichten anderer Tester: Geschwindigkeit sehr gering, Dicke ganz hoch, Messer maximale Tiefe und Doppelschnitt.



KLEBEN:
Ich habe den Klebetest mit Bastelkleber (Holzlein) umd Textilkleber gemacht. Beides hat wunderbar gehalten. Ebeso kann man SnapPap mit Heißkleber verarbeiten.


NÄHEN:
Ich habe mit normalen (70) Nähnadeln zwei Lagen problemlos übereinander vernähen können, zur Sicherheit kann man bei noch mehr Lagen etewas dickere Nadeln verwenden.
Auch Overlock- und Covernähte waren bei 2 Lagen noch problemlos möglich und sehr sauber.
das Material ist trotz seiner Stabilität noch fein in der Struktur und kann gut durchstochen werden.
Auch Ziernähte sind kein Problem.



BESTICKEN:
Lockere Motive und alle Dateien, die linienartig angelekgt sind lassen sich sauber und problemlos auf gewaschenem oder ungewaschenem Material sticken, hier einfach auf Stickvlies befestigen (kleben) und normal sticken. Soll das fertige Teil allerdings hinterher gewaschen werden, unbedingt auch das SnapPap vorwaschen, da es ja leicht einläuft.
Ausgestickte Motive und Motive mit Umrandung lassen sich gut sticken, wenn man Folgendes beachtet: Wähle eine sehr langsame Stickgeschwindigkeit auf gewaschenem Material und eine neue, spitze Nadel, dann gelingt auch das gut. Extrem dicht gestickte Motive sind zu meiden, das schaffen die kleineren Haushaltsmaschinen nicht immer sauber. Das bitte mit der eigenen Maschine testen, meine Brother 6-Nadel-Maschine hatte keine Probleme. Schön finde ich das Material für Aufnäher, es hat doch nochmal einen anderen Charakter als Stickvlies... 


BEMALEN:
 Ich habe alle gängigen Stifte mal auf ungewaschenem SnapPap getestet, es läßt sich verarbeiten wie gröberes Papier. Toll fand ich die feinen Effekt, die mit dünnem Bleistift möglich waren, hier hat das SnapPap fast den Charakter eines leichten Aquarellpapieres.
Farben laufen NICHT aus, das Papier saugt nicht, dadurch bleiben Konturen schön scharf.

FÄRBEN:
Dafür eigenet sich natürlich am Besten das weisse SnapPap, Textilfarbe ermöglicht hier alle Farbvarianten, auch Batikfarbe und Stoffmalfarbe halten hervorragend.



BEDRUCKEN & BEBÜGELN:
Direkt in den Drucker stecken wollte ich das Papier nicht, für meinen Drucker ist es zu dick. Nimmt der Drucker die Dicke, geht sicher auch das, die Papieroberfläche läßt sich ja mit vielen Farben verzieren, auch mit Stempelfarbe, dann geht auch Druckerfarbe.

Snaply bietet Transferfolie an, die ich mit SnapPap getestet habe. Sie wird nach dem Bedrucken in Tintenstrahldrucker heiß aufgebügelt. Das funfktioniert sehr gut, allerdings hatte ich bei gewaschenem SnapPap die besseren Ergebisse, ich rate hier gewaschenes Material zu verwenden!



SnapPap läßt sich auch mit Flockmotiven, Flexmotiven und Strassmotiven wunderbar und haltbar bebügeln,
Allerdings darf man grundsätzlich bei Materialien, die man bebügeln  möchte, keinen Weichspüler verwenden.

Snaply hat für SnapPap eine eigene Seite gestartet, dort findet ihr noch mehr Tips und Tricks und ganz viele kreative Designbeispiele.

Ihr könnt SnapPap ab 7.7. hier im Snaply-shop kaufen.

Ich könnte mich damit ewig beschäftigen, die Möglichkeiten sind wirklich unendlich...und Euch fällt bestimmt noch was ein, was hier gar nicht erwähnt wurde....
Mal was Anderes , das ich wirklich inspirierend finde....es wird noch gewerkelt hier und ich hab schon eine besondere Idee.

Viel Spaß damit!
















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Dienstag, 30. Juni 2015

Schön, Bunt, Neu

Von Snaply bekomme ich, wenns dort was NEUES gibt, immer ein feines Paket mit Materialien zum Testen.
Und wenn ichs dann endlich geschafft habe, sie zu verarbeiten, sollt ihr sie natürlich auch sehen. Hat diesmal etwas länger gedauert.

Leider kann ich Euch aus "Gründen" heute nur den Anfang des Projektes zeigen, das fertige Teil ist ein Designbeispiel meines nächsten Projektes, das leider auch aus "Gründen" noch kurz in der Warteschleife hängt, ein bißchen geheim noch.

So gibts einen "Work-in-process" Post.


Wenn ich etwas nähen möchte, werden erst alle Materialien, die sicher für das Projekt feststehen, auf dem Zuschneidetisch arrangiert.
Dann kommen noch Kleinigkeiten dazu.
Ich brauch da manchmal ziemlich lange, bis das für mich stimmig ist, manchmal gehts ganz schnelle, wenn das Projekt im Kopf schon fertig war.
Jeans und DekoZubehör war hier für dieses Proket schon klar.


Die neuen Zackelitzen in schönen, kräftigen Farben waren im Testpaket.


das Gurtband auch, 4 cm breit und aus Baumwolle, richtig kräftige Qualität, das gibts es auch in 2,5 cm Breite in Poyester in vielen tollen Farben.


Klettband gibt es auch in den selben Farben, so paßt alles fein zusammen.



Da mein Projekt was mit Gehäkeltem zu tun hat, mußte auch alles Mögliche zum Thema mit drauf.


Rot-bunt diesmal....
Ja und viel mehr kann ich Euch leider, leider noch nicht zeigen.
Hier alle neuen Produkte nochmal im Überblick:

  
Gurtband gibts hier, bunte Klettbänder hier und die Zackenlitze hier und farblich passend gibts auch noch Gummiband, das habe ich noch nicht verarbeitet, aber da hab ich schon einen Plan. 
 das Webband auf dem Gurtband war von wunderpop


Und wenn ihr Euch ein wenig geduldet, gibts das fertige Stück in den nächsten Tagen, wenns klappt hier im blog zu sehen, war also ein klitzekleiner Teaser auch....

Ich sitz draussen im Garten und bearbeite fleissig die Bilder fürs neue Projekt und bin schon ganz ungeduldig....

EDIT: Die breite Häkelbordüre stammt aus meinem Fundus, ich hab sie schon Jahre hier liegen, da hab ich leider keine Bezugsquelle für Euch.

Machts Euch fein 



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Dienstag, 23. Juni 2015

PlotterMotive OHNE Presse sicher aufbügeln

Immer wieder lese, man bräuchte unbedingt eine Presse,
damit Plotteraufbügler aus Flock und Flex wirklich halten.
Da bin ich anderer Meinung und habe auch langjährig andere Erfahrungen. Ich plotte nur für uns privat. Für den Mann und den Sohn und die Tochter, Motive für T-Shirts, in allen Varianten.
Da lohnt sich eine Presse sicher nicht und man bekommt es auch so wasch- UND trocknerfest hin. Hier wird nämlich viel in den Trockner gesteckt, zumindest im Winter.
Es gibt bestimmt schon viele Anleitungen, ich hab MEINE für Euch!

Ich habe vorwiegend Folien von "Poli-Tape", die ich über versch. Händler beziehen kann (Poli-flock und Poli-flex wären hier die Suchbegriffe). Ich hatte diese Qualität von Anfang an und bin damit sehr zufrieden, habe deshalb auch nicht viel anderes probiert, kann also nur für diese einen Erfahrungsbericht liefern.

Aufgebügelt wird hier auf einer laminierten SpanPlatte, die ich mir im Baumarkt-Holzzuschnitt-Restkasten für 2 Euro gekauft habe, ist die selbe Qualität wie die weißen Regalbretter sie sind auch im Holzuschnitt bei jedem Baumarkt sehr günstig zu haben. 
(Meist unter dem Markennamen "Resopal" oder eben als "laminierte Spanplatte"),.
Diese Platten sind sehr grade, fest und absolut hitzebeständig und sehr günstig.
(findet man auch im gelb-blauen Möbelhaus in der Fundgrube als Regalböden).


Ich lege sie einfach auf meinen Zuschneidetisch.
Das Bügeleisen steht genau auf der Hälfte zwischen den beiden höchsten Stufen OHNE Dampf.
Keine Angst, es schmilzt nichts. Die Einstellung des Bügeleisens ist ein bißchen Gefühlssache, nicht alle werden gleich heiß, das kann also nur ein Richtwert sein. Der Kleber auf der Folie muß aber gut schmelzen und in den Stoff gepresst werden.
 
Die tollen Geburtstags-Plottermotive sind von Kai-Anja, ihr bekommt eine solche Datei hier, allerdings ohne das "Baujahr", das war eine Sonderanfertigung für meinen Mann.
Wichtigstes Utensil ist das Backpapier! Ohne das geht garnichts!! 
Ist übrigens auch 'gesünder" fürs Bügeleisen.... ich hab ja nicht gerne verklebte Bügeleisensohlen!
Es ermöglicht das Bügeln bei hohen Temperaturen ohne dass die Transferfolie sich verzieht oder schmilzt.
Kleidungsstück auf die Platte legen, Bügelmotiv platzieren, Backpapier oben auflegen und heiß bügeln....

Bitte mehr pressen als schieben... das muß man nur kurz machen, vorsichtig schauen, ob sich die Transferfolie lösen läßt, wenn ja  abkühlen lassen und Transferfolie vorsichtig entfernen.
Bei mehrfarbigen Motiven jetzt alle alle weiteren Schichten so Schichten aufbringen.
 
Sind alle Schichten aufgebracht, wird NOCHMAL gebügelt, wieder mit Backpapier, aber ohne Transferfolie. Schön pressen.

Zum Schluß wende ich das Kleisungsstück, lege UNTER das Motiv wieder sauberes Backpapier und bügele wieder heiß von der Rückseite. Das gibt eine noch bessere Verbindung von Folie und Stoff, da man ja noch näher am Kleber ist und der schön in den Stoff eindringt/einschmilzt.
Das hält bei uns bei manchen Kleidungsstücken seit über 2 Jahren waschen und Wäschetrockner aus! Ehrlich! Hier der Beweis!
 
Wenn ihr rechnen könnt und das Bild mit den losen Plotterteilen genau anschaut, kommt raus, dass der Träger der Jacke jetzt schon 43 ist jetzt und die Jacke schon über ein Jahr sehr regelmäßig trägt.


Viel Spaß beim Nachmachen!






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Samstag, 20. Juni 2015

Summ... hier kommen die Designbeispiele

Mein Favorit ist ja der große Flip, aber auch die Biene, die Wabenapplis, der dusselige Willi,
sie sind einfach alle schön... 

Laßt Euch inspirieren!


von buntine


 
 

Wahnsinn, oder, wie unterschiedlich so Beispiele aus einer einzigen Datei sein können....
Lieben Dank an Euch alle, die ihr wieder so tolle Designbeispiele geliefert habt und natürlich an diejenigen, die die Dateien zuerst "technisch" probesticken auch, die haben ja die meiste Arbeit damit.

Die Dateien bekommt ihr nur im Stoff&Liebe - Shop



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Freitag, 19. Juni 2015

Und diese Biene, die ich meine......

Oh schlimmer Ohrwurm, seit Wochen..
genau meine Zeit, eine der ersten Serien, die es gab als ich klein war....
Absolutes Highlight, wenn ich DAS gucken durfte!!!
Deshalb hab ich mich gefreut, dass ich wieder mal "Helden" meiner Kindheit digitalisieren durfte.
Die passenden Stoffe sind ja schon ausgeliefert, wegen Ferien und ein paar privaten Verpflichtungen ist die Stickdatei dazu erst jetzt fertig.
 Die Stickdatei gibts auch wieder für 13x18 Rahmen 
UND für 10x10 Rahmen
Hier die grosse Variante: 



Die grosse Datei hat 15 Motive, dabei auch große Applikationen.


Die "kleine" Datei hat 8 Motive, davon 2 Waben-Applis
Hier haben wir sogar die ganzen Figuren in den kleinen Rahmen bekommen.


Die Dateien bekommt ihr hier
Morgen gibts dann die tollen Designbeispiele.

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Mittwoch, 10. Juni 2015

Camper - Teil 2


Camperzeit! Teil 2
Nochmal Designbeispiele zu Sommer, Sonne, Meer für euch:

 buntine
 elfenlicht
KreativeHändchen
 FrauSchnett


buntine


Die Stickdatei bekommt ihr hier beim "blaubeerstern" 
Details findet ihr im Post von gestern.

Viele liebe Grüße an Euch alle!









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