Ich mochte sie gerne, mir reicht sowas und im Vergleich mit meiner kleinen elna kann sie doch ein Paar Dinge mehr oder besser......
Ausstattung
und Zubehör
Die
„JANOME Skyline S5 “ ist eine reine Nähmaschine. Sie liegt preislich um 1000 Euro.
Sie
wirkt sehr robust und kompakt. Sie ist auch recht schwer und macht
einen stabilen und starken Eindruck.
Sehr
praktisch und schön übersichtlich sind die Staufächer im
„Anschiebetisch“ .
Alles
ist greifbar, sogar Spulen, 2. Garnrollenhalter und Nähfüßchen
finden ihren Platz und mit guter Organisation lässt sich alles
Zubehör direkt in der Maschine unterbringen. Auch Obertransportfuß
und Knopflochfuß können im hinteren Teil des „Tisches“ verstaut
werden.
Dies
erleichtert das Arbeiten sehr, da man sofort alles greifbar hat und
keine losen Teile herumliegen müssen.
Bedienung,
Funktionsknöpfe, Bildschirm
Ein
kleiner, digitaler Bildschirm zeigt alle naktuellen Einstellungen und
Sticharten.
Empfohlene
Füßchen, Stichbreite und Länge, sowie Stichart werden digital
dargestellt.
Die
Einstellung erfolgt über Softtasten.
Die
Nähfußstellung kann millimetergenau angepasst werden.
Nähfußdruck
und Oberfadenspannung werden manuell über Rädchen geregelt.
Rückwärtslauf,
Vernähfunktion, Nadelversenker und Schere sind gut erreichbar direkt
oberhalb der Stichplatte angebracht.
Die
Anordnung ist übersichtlich und praktisch.
Die
Janome hat zusätzlich zum Fuß-Anlasser auch einen Knopf zum Starten
und Stoppen. Das Füßchen kann per Taste oder per Kniehebel
angehoben werden.
Die
Maschine hat ein sehr breites Füßchen und einen kräftigen
Transporteur.
Es
gibt keinen Unterfadenwächter.
Den
Kniehebel, der für mich evtl. noch etwas angepasst werden müsste,
habe ich sehr zu schätzen gelernt, da er das Anheben des Füßchens
sehr fein dosiert „erledigt“.
Auch
der Fußanlasser bietet eine sensible Bedienung, er lässt sich
Einzelstich-weise einsetzen und reagiert sehr genau.
Insgesamt
übersichtlich, vollständig und für die Preisklasse sehr
ordentlich.
Sehr
vorteilhaft finde ich, dass man die Maschine links aufklappen kann,
so kann man sehr leicht reinigen und Fadenfehler beheben. Ebenso ist
die Reinigung und Wartung der Spulenkapsel etc. gut möglich.
Sowohl
Einfädler als auch Fadenabschneider sind dabei und funktionieren
einwandfrei.
Anleitung
und Menueführung
Mit
der Maschine kommt eine ausführliche, übersichtliche
Bedienungsanleitung mit sehr detaillierten Zeichnungen. Ich fand sie
sehr umfangreich, übersichtlich und gut verständlich. Ich habe auf
Anhieb alles gefunden und fand alle Fragen beantwortet. Sehr
ausführlich ist auch der Teil, der sich mit der Kombination und
Programmierung von Mustern und der Wartung und Pflege beschäftigt.
Auch Anfänger sollten hier alles finden, was sie benötigen. Ebenso
liegt eine Video-DVD bei, die Anfängern sehr hilfreich sein wird.
Die
Menueführung ist natürlich überschaubar. Über 6 Menues, ähnlich
Karteikarten, können verschiedene Stichart-Gruppen angewählt
werden.
Alle
Maschineneinstellungen sind gut sichtbar und leicht verständlich
dargestellt.
Die
verschiedenen Stiche werden über Zahlenkombinationen auf den
Softtasten ausgewählt. Im Deckel der Fadenführung sind alle Stiche
und Funktionen dargestellt und können so im Menue angewählt werden.
Das
fand ich sehr angenehm, man benötigt tatsächlich keine Hefte,
Blätter .
Ebenso
wie beim Zubehör ist einfach alles an und in der Maschine.
Sticharten
und Dekorfunktionen
Die
Janome verfügt über knapp 200 Stiche und Dekore. Zusätzlich gibt
es 2 Alphabete (davon ein kyrillisches, für das ich nun keine
Verwendung hatte) sowie eine Monogrammfunktion.
An
Nutz-Stichen bietet sie alles, was man zum Verarbeiten
verschiedenster Materialien so braucht, auch ein gutes Sortiment an
Stretch-Stichen ist vorhanden. Ebenso Knopflöcher und Stopf-Stiche.
Eine Vernähfunktion per Knopfdruck ergänzt die Nutzstiche.
In
der Auswahl sind außerdem 120 Zierstiche, die über eine
Progammierfunktion auch gut kombiniert werden können, d.h. Man kann
sie in Abfolge sticken und diese frei programmieren und speichern.
Zierstiche können bis max. 9mm in der Breite erstellt werden. Sie
lassen sich auch spiegeln und versetzen. Mit etwas Übung kann man
vielfältige Zierstiche zusätzlich erstellen.
Insgesamt
ein gutes Angebot, dass die Nutzstiche ergänzt.
Stichbild
& Stofftransport
Die
„Skyline“ verfügt über einen separat anzubringenden
Obertransporteur, dieser wirkt zunächst „klapprig“ ,
funktioniert aber soweit gut. Beim Säumen von Jersey hat er gute
Dienste geleistet. Allerdings muß man Schrauben beim Anbau sehr fest
anziehen, sie neigen dazu, sich durch die Vibration zu lockern. Für
dünne Stoffe wie Seide etc. mag er zusätzlich hilfreich sein. Gute
Arbeit geleistet hat er auf rutschigem Wachstuch.
Für
„normale“ Arbeiten habe ich ihn nicht gebraucht. Einfache Stoffe
wie Webware oder Canvas näht die Maschine problemlos in allen
Sticharten. Hier können die Standardeinstellungen verwendet werden.
Beim Nähen von Stretchstoffen wie Jersey etc. sollte man den
Füßchendruck stark reduzieren, da sonst Wellen entstehen. Mit
Einstellung 2 ging jedoch auch das problemlos und brachte soweit gute
Ergebnisse. Evtl. hier auch die Oberfadenspannung etwas lockern.
Ganz
deutlich stark war die Verarbeitung dicker Stoffe. Da man das Füßchen
zusätzlich mit dem Hand-Hebel weiter anheben kann, passt eine sehr
dicke Lage Material unter das Füßchen und diese wird auch sehr
zuverlässig genäht.
Saubere
Stiche auch auf doppeltem sehr dickem Wollfilz und auch auf dickem
Leder sind kein Problem, sogar Zierstiche funktionieren gut. Man
sollte jedoch auch die entsprechende Nadel und das passende Füßchen
verwenden, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen.
Ebenso
habe ich ausführlich auf Jeans getestet. Bis zu einer Dicke von 5
Lagen macht sie das wirklich ganz hervorragend und sauber, bei 6
Lagen danach stockte es, das schaffen jedoch andere Maschinen dann
auch nicht mehr.
Kreatives
Arbeiten ermöglicht zusätzlich der „Stopffuß, der zum
Freihandsticken sehr gute Dienste leistet. Ebenso gibt es eine
Knopflochschiene und einen Knopffuß.
Fazit
Nähmaschine:
In
dieser Preisklasse eine robuste, vielseitige und benutzerfreundliche
Maschine mit gut ausgestatteter Stichauswahl. Alle Materialien lassen
sich sauber und zuverlässig verarbeiten.
Ich
fand sie dank ihrer Robustheit sehr angenehm, sie läuft leise und
hat weder Nadeln verschlissen noch Fäden „verschluckt“.
Eigentlich hatte ich überhaupt keine Probleme. Alleine der
Obertransporteur wirkt etwas klapprig, ist sehr laut, tut aber seinen
Dienst.
Ich
habe gerne auf ihr genäht und fand sie sehr zuverlässig und
unkompliziert. Vor allem bei dicken Materialien war ich sehr positiv
überrascht. Jersey hat sie nicht besser und nicht schlechter
verarbeitet als die „hochpreisigeren“ Maschinen, die ich vorher
im Test hatte.
Ich
würde sie bedenkenlos weiterempfehlen für Näher, die eine gut
ausgestattete, verlässliche Maschine mit Dekorfunktionen wollen und
sehr unterschiedliche Materialien verarbeiten wollen, eine
Allround-Maschine, die für ihren Preis wirklich viel bietet.
Alle anderen Testberichte findet ihr hier auf der Supertester-Seite.
Dieser Post steht im Zusammenhang mit der Aktion Supertester vom Nähpark Diermeier.
Im Rahmen dieser wurde mir die o.g.Nähmaschine zu Testzwecken kostenlos zeitlich begrenzt zur Verfügung gestellt. Es wird keine Vergütung gezahlt. Es handelt sich somit um einen reinen Produkttest. Der nähPark nimmt keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung und die Erfahrungen, die ich mit meinen Vorerwartungen mit der gestellten Maschine gemacht habe.
Im Rahmen dieser wurde mir die o.g.Nähmaschine zu Testzwecken kostenlos zeitlich begrenzt zur Verfügung gestellt. Es wird keine Vergütung gezahlt. Es handelt sich somit um einen reinen Produkttest. Der nähPark nimmt keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung und die Erfahrungen, die ich mit meinen Vorerwartungen mit der gestellten Maschine gemacht habe.










Klingt echt gut! Die Stiche auf Leder sind ja klasse!
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